Allergie – Definitionen

Als Allergie wird eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet,  gemäß des Berufsverband Deutscher Internisten e.V..

Die allergische Reaktion richtet sich gegen von außen kommende Stoffe.

Auslöser von Allergien sind Allergene. Allergene sind Antigene, also Substanzen, die vom Körper als fremd erkannt werden und eine spezifische Immunantwort auslösen.
Diese normale körperliche Reaktion ist bei der Allergie fehlgeleitet, sodass eigentlich harmlose Antigene zu allergieauslösenden Allergenen werden.
Es gibt eine Vielzahl von Allergenen. Meistens sind Allergene Polypeptide oder Proteine.

Systematik von Allergien nach Pathomechanismus

Typ-I-Allergie (Soforttyp, anaphylaktischer Typ) – Allergie im engeren Sinn

Typ-II-Allergie (zytotoxischer Typ) – Hämolytische  Effekte

Typ-III-Allergie (Immunkomplextyp, Arthus-Typ) –  Serumkrankheit, Vaskulitis

Typ-IV-Allergie (verzögerter Typ, T-Zell-basiert) – Kontaktallergie, Granulome

Autoimmunreaktionen, also krankhafte Reaktionen des Immunsystems gegen Bestandteile des eigenen Körpers, werden nur dann zu den Allergien gezählt, wenn sie durch von außen in den Körper gelangende Stoffe und Partikel ausgelöst werden.[2]Neben den Allergien gibt es weitere Unverträglichkeitsreaktionen, z. B. die Pseudoallergie (ohne immumologische Reaktion) oder die Intoleranz (Enzymdefekt), die mit einem ähnlichen Krankheitsbild wie eine Allergie einhergehen können.Daher werden diese Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch undifferenziert und fälschlicherweise oft synonym verwendet.

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